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Zur Klarsicht

Von der wahren Art der Magie


Entgegen vorwitziger Behauptungen, betreffend die Art der Magie, widerlegend autorisiert von ErzMagus MagieKollektor Perefor Ziut


In Meiner Personität und Functiona als Meine wenigkeitliche Bedeutlichkeit ErzMagus MagieKollektor Perefor Ziut, aktiver HofMagus zu Wexxel, HauptMagus zu Tikon in Sachen MagieKollektorey, HofMagus zu Tikon, HofMagus zu Xanth, HofMagus zu Tôs, Studiosus des OM-Magus, Beirat der erneuerten Akademie zu Tingen, Sektor des Circulus zu Tikon - und insbesonderlich betonterweise Lehrmeister des Saghshed ben Wak-Wak und ad momentum höchste Instanz der ManenMagie - scheine Ich Mich genötigt zu fühlen, dem sogenannten Tractatus des Masam Saghshed einige Ausführlichkeiten entgegenzuhalten.
Dessen eigenes Wohle schwebet Mir dabei vordringend vor Augen, denn er läuft Gefahr, durch seine unvorsichtigen Äusserungen - nach eingänglich gewählten täuschend zurückhaltenden Worten - sich vor der ganzen magischen Gemeinde dauerlich zu diskreditieren. Deshalb muss sogleich von Meiniger Seite bekundet werden, dass dieser jugendhafte Hitzkopf keineswegs nur aufgrund dieses fraglichen Schriebes beurteilt zu werden verdient hat. Seine Begabungen und Fertigkeiten sind manigfaltig, was bei einem Schüler Meiner Bedeutlichkeit käumlicherweise erwähnt zu werden braucht.
Des Adepten neuerlich erlangter Status als geprüfter Magierender scheint ihm derart in den Kopf gestiegen zu sein (Saghshed, bedenket Eure Position!), dass er an den Grundfesten manenmagischen Wirkens - natürlich folgenlos - zu rütteln wagt.
Weiterlich ist es allso nicht tolerabel, dass er in die ganze Welt verzerrende Bilder Unserer ManenMagie verbreitet, so dass Ich hier den gleichweltweiten Weg wähle, einige Klärungen darzulegen.
In selbsterfundenen Formen - wer sollte sie ihm eingeflüstert haben? - berichtet der junge Magus von verschiedenen Geartetheiten magischer Kraft. Von ungezähligen Dimensionen - drei, neun, fünfzig? - und linsenhaften Überschneidungen.
In Anbetracht der ausser Betracht fallenden Möglichkeit, dass es an Meiner geringen Verstandeskraft liegen könnte, dass Ich Selbig diesen Schrieb gar nicht verstehen kann, müssen wir concludieren (hier berechtigt im Gegensatz zur allzu gernen reinen Aneinanderreihung von Thesen, die der gute Masam Saghshed als Syllogismus bezeichnet haben möchte), dass der Mangel in dem Texte selber liege.
Ich spreche euch direkt an, Discipule: Ist euch ein Experiment derartiglich misslungen, dass es euren Geist verwirret hat? Hat vielleicht die ungewöhnlich grosse Zahl eurer Lehrmeister verschiedener Versitäten in euch einen unguten Eklektizismus hervorgebracht, der sich nun in dieses Konstrukt ergiesset?
Wenn ihr weiter auf euren Behauptungen sitzen bleiben wollt, so solltet ihr sie zumindest noch ein wenig ausarbeiten und klären, so dass ein offenes und wohlgesonnenes Ohr wie das Meine Verstehen erhaschen kann.
Es sind durchauslich auch gewisse Ansätze vernunfthaften Denkens auszumachen, durch deren Betonung und Erweiterung Ihr Eure Aussagen nur stärken könntet.
Wohltrefflich sind die Ausführlichkeiten zu dem magischen MetaZustande. Eine erstaunend geschickte umformulierende Aufgreifung Meinig Pereforschen Gedankengutes. Auch einig Treffliches über den Vorgang der Konkretisation in der ManenMagiererei lässt sich wohlwollenerzeugend finden.
Doch hingeglicherweise ist es durchaus in hohem Masse zu beachtigen, dass Magie von Meiner Bedeutlichkeit keinesfalls als homogene Masse angenommen wird. Wie könnte es sonst gefordert sein, unterschiedlichste manenmagische Konkretisationen hervorzubringen und nebeneinander bereit zu halten?
Vielleicht könnten diese postulierten drei Kräfte als Klassifikationen der Konkretisationen, die durch MagieKollektorey sich bilden, gesehen werden. Doch welche Erklärungskraft wäre damit gewonnen?
Masam Saghshed unterstellt Mir verschwenderischen Umgang mit Magie. Dies läge Meiner Bedeutlichkeit gänzlichstens fern, wo doch die erneute Konzentration und Konkretisation leichtfertig verpuffter Energien dermassen kräftezehrend, -zerrend und genusszeitraubend sich bemerkbar macht. Die Verwendung der richtigen Konkretisationen in geeignetem Verbunde macht den Spareffekt und garnichtiglich anderes.
Nein, bei Hazrat Akhrans Bauchnabel, Masam Saghsheds Theorie selber ist die Verschwenderin! Sie führt unnötige theoretisierende Konstrukte ein, die doch nicht ohne eine Unterklassifikation der eigentlichen KonkretisationsTypen auskommen können. Warum Einteilungen überflüssiglich einen Namen geben und metaphysische SeinsWahrheit zuweisen, die sich doch von selbst verstehen.
Masam, bleib bei deinen Kugeln.
Vergessen wir also diese drei Begriffe und das Gerede von überlappenden Dimensionen, fokussieren wir unsere beschränkte Forscherkraft auf die wirkgeeigneten Konkretisationen und auf effiziente Anwendungskombinationen.
Vergeben wir Masam Shagshed ben Wak-Wak diesen unbedachten Fehltritt!

Diktiert zu Tikon im Frühsommer 29 GT.


Geschrieben von ahab; zum letzten mal bearbeitet von seegras am 30 Nov 2002