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Das Vornehmen eines Versuchs von ErzMagus HochMagus HofMagus HauptMagus Discipulus Sektor Beirat MagieKollektor Perefor Ziutmögliche Klarheiten in einen Ansatz zur Untersuchung der

Geschichte der Magie im Raume Tikon und darüber hinaus


einzubringen.


Von wissenschaftlicher und andersartender Magie

Vorausbemerkenderweise sei es Mir erlaubt zu betonen, dass hier in diesem ganzen Texte unter dem Terminus Magie fortan nur die wissenschaftlich betriebene Magie verstanden sei, also mit anderem Worte auch dass sie von Personæ, die sich Magus oder Maga nennen, betrieben werde.
Ausschliessend seien hierbei Formen genannt, die einer traditionellen Magie zugerechnet werden müssen, wie das zur Wirkung bringen druidischer oder schamanischer Kräfte, oder die zur intuitiven Magie einzelner Völker wie der Elfen, der Wandler oder gar feenhaft-koboldischer Exotæ gehören oder die - insofern das keine blasphemische Aussage sein will - als göttliche Magie den priesterschaften Anhängern einzelner Kulte gegeben sind.

Von den divinen Wurzeln der Magie

Die obere Bemerkung möge Uns gleich zu dem ersten Punkte führen: Keinlicherseits soll vernichtigt werden die Tatsache, dass alles magische Wirken letztendlich eine Gabe der Götter darstellt. Somit findet sich der Beginn der Magie in Tikon justamente zu dem Punkte, als durch göttlichen Willen erstmals Menschen diese Kräfte erhielten.
Der orthodoxe Glaube besagt, dass die Magie vom alten Gotte Vento stamme. Dieser möge nicht angezweifelt werden, doch anderen Quellen zufolge spielte auch das Tun und Lassen des Gottes Seth sein Rolle bei diesem Vorgang. Wenig lässt sich darüber aussagen, wo doch dieser Gottheit hier kaum, kaum noch oder noch kaum Huldigung zuteil wird.
Es mag Uns aber stutzend machen, dass justamente in dem Momento, wo die Wurzeln der Magie von Meiner Weniglichkeit und anderen Personitäten ergründet werden, der Kult des Seth wieder auf sich aufmerksam macht.
Eine wichtige Quelle sei hiermit eingeführt: Der Geschichtenerzähler Sadagar. Man hielt seinen Ruhm hoch in langen Jahren, ihn aber auch immer mehrend für einen alternden Narr. Nun scheinet es sich neulicherdings so zu verhalten, dass Bruchstücke verschütteter oder nie gehabter Erinnerungen in ihm hintereinanderpurzelnd auftauchen. Dem ist deshalb wohl erhöhende Aufmerksamkeit zu schenken, weil Sadagar eine schwarze Kapuze trägt, von der die Rede geht, dass es sich um ein mächtiges, auf ihn wirkendes Artefakt handle. Dies deshalb, weil im Hause des Sir Fitz weitere Kutten gefunden wurden, die bis dato von Sektor ErzMagus J'Osui nur oberflächlich erkundet werden konnten.
Wir aber wollen der gebührenden Reihe folgen. Jener Sadagar berichtete von sechzig Priestern des Seth hälftig beider Geschlechter, die einmal oder zweimal fünfundzehn Kinder gezeugt hätten, denen die Kraft als ersten durch ihren Gott verliehen wurde.

Von dem Alten Zirkel und den BI-Magi

Eine erste ungefestigte Vermutung - derer noch viele folgen werden - möge beinhalten, dass es sich bei diesen ersten um die sogenannten BI-Magi handle, über deren Zirkel und Hinterlassenschaften auf der Ruine Hohenkraihen mehr zu erfahren sei.
An diesen folglichen Ort sich bereits zweimal begebend und allverfügbares Wissen einfliessen lassend, kann über die BI-Magi berichtet werden. Ihre Anzahl scheint also fünfzehn oder gar dreissig zu betragen. Diese Summe erscheint Uns hoch, doch wir wollen sie unhinterfragend lassen. Bekannt durch ihr Wirken sind in Tikon der UR-Magus, der OM-Magus und der RA-Magus.
Der UR-Magus als Begründer der ZirkelMagie, als Bewohner des Zorzi-Err-Turms bei Tingen, als vierinkarnationenhaft herumlaufende Rettungsform nach der Zerstörung seines Turms und als kraftlose Sphäre nach seiner misslungenen Wiedervereinigung.
Der OM-Magus als Begründer der ManenMagie oder MagieKollektorey, als eifriger und gestrenger Lehrmeister, als zurückgezogene oder gar festgefangene Entität in seinem Turm auf dem Aschenberg bei Wexxel.
Der RA-Magus oder Radulf als finstere Gestalt, als scheinbar aus dem Lande Cer-Tellurien stammend und dort schwerer Vergehen belastet, als misslingender Verführer tikonischer Magi, als Initiant des umdrehenderweise gegen ihn gerichteten magischen Circulums zu Tikon.

Von selbstdenkenden Artefakten

Anmerkenderweise mag es verwundern, dass diese Magi, besonderlich von Meiner Bedeutlichkeit als seiniger Schüler der OM-Magus, nicht einfach angegangen werden, um allfällige Fraglichkeiten zu klären. Es scheinet nun aber hingegen so, dass die BI-Magier sich vorgenommen haben, nichts über ihr Tun, ihren Zirkel und ihre Vergangenheit verlauten zu lassen, nichtmalig eigenen Adepten gegenüber.
Diese Quelle vermissend, muss weiteres rekonstruiert werden: die Burg Hohenkraihen war also der Sitz des von Uns so genannten Alten Zirkels der BI-Magier. Was sie an diesem Orte taten, möge noch entschlüsselt sein. Jedenfalls bildet der Berg auch einen der Knotenpunke im CERN, doch davon später mehr.
Gefunden wurden dort zehn Tafeln des sobezeichneten GRIMOIRE, zwei weitere hingegen im Palastlabor zu Tikon unter einigen Schichten Staub, wo ihnen vergangene Analysatoren, die sie bei ErzMagus Mozzar erbeutet hatten, nicht zu Leibe zu rücken vermochten.
Warum sich die gefundene Zahl Tafeln gerade mit den drei bekannten BI-Magiern zur genannten Zahl fünfzehn ergänze, wie wenn die verschwundenen Magier oder vielleicht ihr Wissen in die Tafeln gebannt wären, das sei nur eine der offenen Fragen.
Es musste erkannt werden, dass die Tafeln nur an dem Orte Hohenkraihen selber ihre Geheimnisse von sich geben können. In einer unter Leitung von Sektor Maga Simwanaëz vorgenommenen Traumdeutung konnte bis dato ergründet werden, dass die Tafeln allesamt vermutlich einem bestimmten Bereiche der Magie zugerechnet werden müssen. Ob sich darauf aber rein theoretische Wirkungsbeschreibungen oder praktische Vorgehensanweisungen finden, das möge zur hoffentlichen Freude noch zu klären sein.
Die Tafeln scheinen wie die Kapuze des Sadagar der neubekannten Kategorie selbstdenkender Artefakte - von manchen auch Autofakte genannt - zuzurechnen zu sein, die wir wohl zu recht mit den BI-Magiern in Verbindung bringen. So gelang bedauerlicherweise der Zugriff auf die Wissensinhalte der Tafeleien erst gar beschränkt, da sie sich nach eigenem Gutdünken offenbaren und gegen Zudringlichkeiten zur Wehr setzen.
So kann noch nicht gesagt werden, ob diese Magiebereiche denn auch die Specialitates der einzelnen BI-Magier ausmachten oder ob sie gar jeder einzeln als eigentliche Universal-Magier leuchteten.
Eine weitere Gruppe dieser mächtigen Artefakte bilden schillernd geheimnisvolle Gemmen, auch BI-Metall-Kelche genannt, die Emir Gunbar auftauchen liess. Spekulativerweise könnten auch die ferngesprächigen Eldoradiones dazu gehören, die von den Mitgliedern des Circulums als Erbschaft des später vorzustellenden Mittleren Zirkels verwaltet werden.

Von weitreichenden Sandpfaden

Bedeutende Hinterlassenschaft der BI-Magi bildet ihr Transportsystem, auch Sandpfade genannt, das vergangenen Frühling von Mitgliedern des Circulums und weiterlichen Magi unter Meiniger Führung restauriert wurde. Die BI-Magier hatten es offenbar aufgrund einer drohenden Gefahr, eines gefährlichen Feindes, der sich das Transportsystem zu nutze machen wollte, deaktiviert, welchselbiges Uns einigliche nachdenkliche Gedenken aufdrängen könnte.
Hier kommt das erwähnte Centrum Energiereicher Radialer Nabenlinien, von Magus Saghshed sinnmachenderweise CERN betitelt, zum Zuge. Die Berge im Raume mitsamt Hohenkraihen bilden einen Kreis, der das kraftgebende Zentrum des ganzen Transportsystems darstellt. Jedenfalls auf lokaler Ebene, wo doch die Überschneidung oder gar Identheit mit dem Transportsystem der Wahrheitssucher von Dysterthor noch gänzlich ungeklärt bleibt. Der Fluss der Energien war stauend unterbrochen und konnte wieder in seine Bahnen gelenkt werden.
Es steht fest, dass als Endknoten dieses Transportsystems thorhafte Bauten dienen, deren Lokalisierung Uns jedoch einigliche zerbrechende Köpfe bereitet. Es handelt sich nicht um landschaftsbekannte Objekte, weil sie bis zur zweiten Expeditio nach Hohenkraihen Transdimensional Obskur Translatiert waren.
Ein erster Durchbruch gelang mittels einer kaumandersdenklicherweise von Meiner Weniglichkeit ausgesandten Expeditio, die in der solchen Nähe von Wexxel ein Thor findig machen konnte und in additio noch ein steuerndes Artefakt mitzurückgebracht hat, das wohl denklicherweise auch in die Sparte der Selbstdenkenden eingereiht werden möge.
Die genaue Funktionalität der Steuerung wurde noch nicht ermittelt, doch könnten Uns dargebotene Kenntnisse der GRIMOIRE-Tafeln da wohl von allgrösster Hilfbarkeit sein. Erschwerend für die Experimentatio könnte sich aufnimmerwiederbringliches Verschwinden von Versuchsgegenständen auswirken. Ob neben der erwähnten AktivierungsKaraffe weitere Massnahmen oder Gegenstände ergriffen werden müssen, schwebet im Nebel, doch die berichtete Benutzung des gefundenen Thores mittels der Karaffe durch den OberKlerix der Kryp-to-Manen sprechet eher dageglich. Es wurde auch ermittelt, dass das Thor ohne Steuermittel wie eine Attrappe ohne Wirkung durchschritten werden kann. Erst durch eine Aktivierung scheint es zu seltsamen Lichteffekten von dem und um das Thor zu kommen, die dann unter Hilfe der Karaffe ein Verreisen ermöglichen.
Wir planen mit den Thoren nicht erstlinig grosse Expeditionen, wo Ich doch selblich exemplarhaft bereits einen fliegenden Teppich zur Verfügung halte. Sondern sie sollen Uns primo den Zugang zu dem phantomhaften Sultanat ermöglichen, welcher Punkt sich gleich anschliessen möchte.

Von Tun und Verschwinden der BI-Magi und dem verwunschenen Sultanat

Das Wirken der BI-Magier mochte Uns zuerst so erscheinen, dass jeder von ihnen eine Versität der Magie begründet habe. Doch mit der bedeutsamen Erhöhung ihrer Zahl tritt Uns entgegen, dass sich den meisten von ihnen ganz andere Aufgaben stellten.
Darüber kann bis dato nur spekuliert werden, doch scheinen sie immerhin mächtige Feinde gehabt und in solche Auseinandersetzungen Kräfte gesetzt zu haben, wie die Zerstörung des Zorzi-Err-Turms mitsamt UR-Magus oder weit früher die Abschaltung des Thore-Systems bezeugen. Eine düstere Ahnung eines wirbelwindartigen magischen Krieges vor etwa 75 Jahren streift Unser Denken. Bestehen Verbindungen zu den sobetitelten Dæmonenmeisterkriegen in Dysterthor? Eine gräuliche Speculatio würde auch erwägen, ob die BI-Magi vielleicht gespalten waren und sich gegenseitig auszulöschen suchten. Wer verfügt über akkurate historische Aufzeichnungen, die er auch zugänglich machen will?
Noch gar nicht wissen wir von den Gründen, ihre Namen auf zwei Lettern zu verkürzen. Müsste man alle Namen kennen, um dahinter einen Sinn zu erhaschen?
Oberer Punkt bringt Uns nun zu dem magischen Sultanate. Ein Expeditio wichtiger Sektoren des Circulums konnte aus dem Lande Dysterthor einige Erkenntisse heimbringen. Diese stammen aus Träumen, Worten des Wolf von Dysterthor und vor allem der Befragung silberner Scheiben aus dem Turm der Wahrheitssucher von Dysterthor, Corpora Dimensionales genannt, und wohl wiederlich als eine vergleichbare Art selbstdenkender Artefakte zu vermuten. Die BI-Magier, in Unklarheit in welcher Anzahl, hätten vor 75 Jahren den Landstrich, wo heute der See ohne Boden liegt, aus Unserer Welt gelöst und in eine andere Sphäre transferiert. Sie hätten dort ein luftiges Paradies oder Utopia schaffen wollen, vermutet unter ihrer Führung, von den Problemen und Gefahren Unserer Welt abgenabelt. Dieser Akt, der Uns hohe magische Ehrerbietung entlockt, deutet erneut auf Gefahren hin, denen sie zu entgehen suchten mit solchem Tun.
In jedem Falle hatten sie sich solcherart verkalkuliert, dass dieses Land ohne Boden bald einmal an einem übermässigen Flüssigkeitsmangel litt, weil es in dieser anderen Sphäre kaum regne und allenfällige Bodenfeuchtigkeit durch die Bodenlosigkeit unten heraus entschwinde, und nun als verwunschenes Sultanat betrachtet werden muss, da dieses Problem offenbar von den BI-Magi nicht angegangen werden konnte. Es scheinet, als hätten sie willentlich alle Barrieren geschlossen, die sie Lösungen in Unserer Welt hätten finden lassen können.
So blieb ihnen, wie speculiert werden darf, nur eine Art Hilferuf in verschiedener Form und auf obige Probleme zurückbegründet, der Uns in Unserer Welt erreicht hat. Welcher wiederum erreichen will, dass von hier aus aktiv gehandelt wird. Einfache Leute erlebten eindringliche Träume von dem Sultanat, und ein geistiger RUF erging an die Magier im Emirat, sich zu einem Bund zusammenzutun. Davon wird später noch berichtet. Jedlichenfalls suchten Meine Bedeutlichkeit und Sektor ErzMagus J'Osui, das Sultanat in dem aufgrund seiner Ödnis kaum erhaltenswerten Lande Dysterthor landen zu lassen. Zu diesem Behufe wurde eine Art magischer Anker ausgeworfen, der sich in dem Sultanate verhaken und dann eingeholt werden sollte. In einfachen Worten wird hier ein komplexer Vorgang beschrieben, der trotzdem kugelglatt sich abgespielt hätte, wenn nicht der Paladin Cotron Thorsos dazwischengetreten wäre. Diese Episode muss nicht weiter ausgebreitet werden, hindoch scheint es nun sinnig und einzig möglich, den Weg zum Sultanat über die wiederaktivierten Sandpfade zu nehmen, um sich erst einmal über die dortige Lage kundig zu machen.
Über den genauen Aufenthaltsort dieses Sultanats kann trotz fast erfolgreicher Einfangung nur spekuliert werden. Handelt es sich gar um eine Art Traumwelt, wie Uns die in diesem Contexte gehäuft auftretenden bedeutlichen Träume erahnen lassen?

Von einer fladenhaften Entität

Etwas erratisch erscheint das Vorkommen des sogenannten UR-Viechs. Es landet als riesenhaftes Amöboid in etwa achtzehnjahrendem Abstand heimsuchenderweise in einem Landstrich im Raume des Emirats. Letzte Opfer seiner Zerstörungskraft waren Wadi-Uz, Wexxel und die Halbinsel der Naïns, mit der sich wiederum rankenhafte Geschichten über grünes antimagisches MetaMorphMoos und rotes antimagisches Salz verbinden, deren Abhandlung eher in eine Wirkungstafel denn in eine chronologische Geschichte der Magie sich einfügen könnte. Seine des URen platt- und totmachenden Effekte wollen Uns hier auch nicht beschäftigen, hindoch dessen Connexio zur Magie. So scheinet es paradoxerweise ungeklärt vermutlich von Zonen mit sehr geringer Magität angezogen zu werden, nach anderem Berichten aber auch genau das Umkehrende.
Wichtig scheinet seine Hinterlassenschaft der begehrenswerten lebensverlängernden Lebensperlen. Wir denken ohne lange Umschweife an die lange Wirkungszeit der Alten Magier. Ein gar unglaublicher Gedanke, dass sie vielleicht die Katastrophen des UR-Viechs zur ihrem eigenen Nutzen initiiert hätten. Oder haben sie ein vorkommendes Phänomen in Gebrauch genommen? Kann das UR-Viech als allschreckliche Waffe einer Steuerung unterworfen sein? Und worin liegt die Verbindung zwischen dem UR-Magus und dem UR-Viech, so denn überhaupt?

Von einer dunklen Zeit und neuem Licht

Wir nannten als Thema die Geschichte der Magie, welche nunmehr einen Schritt weiter gehen möchte. Die Hochzeit der BI-Magier währte wohl erstaunlich lange, geht doch die Kunde vom Bau des Zorzi-Err-Turms fast 250 Jahre zurück. Ihr Ende nahm sie jedoch mit Gewissheit mit dem Verschwinden der meisten BI-Magier vor 75 Jahren.
Die besten und werthesten Einwohnenden wurden mitgenommen in das Sultanat, während der grosse Rest zurückbleiben musste. Die Bedeutung der Magie im Raume Tikon nahm rasanthaft ab, und es ist kaum etwas bekannt über weiteres Wirken. Kaum verwunderlich, wo doch bis zu diesem Punkte die einzigen Magi die BI-Magier waren. Doch die Magie verschwand gar offenbar nicht ganz, sondern erholte sich von diesem Weggang durch das hochzuhaltende Wirken des UR- und des OM-Magus. Sie entschlossen sich, ihr Wissen oder doch Teile davon, weiteren Generationen zugänglich zu machen. Ob sie deswegen aus freiem Willen sich nicht in das Sultanat begeben hatten oder aus anderen Zwängen heraus, die so in Nutzbarkeit gedreht wurden, wissen sie bis anhin nur selber. Als eigentliche Patres stehen sie fortan im Hintergrund jeglichen magischen Wirkens in Tikon.

Von dem MittlerenZirkel und sechs ErzMagiern

Eine zweite Blüte erlebte die Magie beginnend vor 30 Jahren nach der Gründung der Tikon-Stadt am Li-Fluss. Sechs ErzMagi bildeten den sogenannten Mittleren Zirkel und regierten die Stadt. Diese Phase fand wiederum ihr Ende mit der Zerstörung des Zorzi-Err-Turms, nach deren Bekanntwerden die sechs Magier binnen einer Minute den jungen Prinz Nathanaël als Regenten einsetzten und sich von dannen machten.
Der ErzMagier waren Folgende:
ErzMagus Mozzar, ein Zauberregelfanatiker, der 22 GT von einigen Rebellen in seinem Park erdolcht wurde.
ErzMagus Valadan, Menagerist und BioMagier, Begründer der MagierAkademie zu Tingen, 23 GT im magischen Zweikampfe besiegt.
ErzMagus Koratzo, Thaumaturg und Tierzüchter, Vereiser von Wexxel, zeitenweise der Lady Aressia hörig und mittlererweile hochgradig unzurechnungsfähig.
ErzMagus Ouzo, Oenologe, nach der Zerstörung von Tingen im Weinkeller der Akademie vorgefunden und seither als Abu Nursuf zum wandelnden Wanderpriester des wandernden Nomadengottes Akhran umgewandelt.
ErzMagus Zentax, Illusionist mit negativem Gesicht, Lehrer an der Akademie zu Tingen, später verschollen und vor kurzem kurz nach seinem Wiederauftauchen in der Nähe von Wexxel in seiner Laborhütte verbrannt.
ErzMagus Wöbbezyng, der grüne Musikzauberer, letztaktiv in Tôs, vor einigen Jahren von Marilser Druiden in einen Strauch umgewandelt und seit dato äusserst ortsfest und mässig aktiv.
Dass von diesen Magiern aus je verschiedenem Grunde seit ihrem Abdanken nur noch wenig zu erwarten war, möge sich wohl von selbst verstehen. Wenn man noch zusätzlich bedenket, dass drei von ihnen bis 23 GT im Lande Mûr von den Wandlern als verkleinerte Figuren gehalten wurden.
Nachdenken möge Uns die Zerstörung des Zorzi-Err-Turmes machen, deren Hintergründe einer Aufklärung immer noch harren. Es hat sich die Rede von einem Faktor X eingebürgert, auch "die Zerstörer" sinnig benannt, der hier am Werke war. In Unserer historischen Überblickshaftigkeit müssen wir spekulieren: Könnte es sich um diejenige Gefahr gehandelet haben, derentwegen die Sandpfade gesperrt wurden? Oder um gegnerhafte BI-Magier wie den dunklen RA-Magus? Wie wären Verbindungen zu Auseinandersetzungen vor 75 Jahren zu denken? Muss das destruierende Wirken der AnderWeltler miteinbezogen werden?
Erneut auch bei dieser ganzen Thematik und noch zu schildernden Unbekannheiten vermag es zu verwundern, dass die bis dato Überlebenden dieser MagierGeneration nicht einfach angegangen werden, um von ihnen Auskunft zu erlangen, statt sich mit bruchstückigem Wissen zu begnügen. Die Gründe sind dieselben wie der BI-Magier: sie scheinen nicht gewillt zu sein, Klarheit über ihr einstiges und womöglich auch noch heutiges Tun, Lassen und Wollen zu verbreiten.

Von Geistern und einer AkademieGründung

Es muss immerhin betont werden, dass auch dieser Mittlere Zirkel sich offenbar um die BI-Magier mühte, wie Zeugnisse von einer Expedition nach Hohenkraihen und auch das Auffinden zweier GRIMOIRE-Tafeln bei ErzMagus Mozzar bekräften.
Einer gewagten Theorie zufolge befindet sich am Orte Hohenkraihen sogar eine Art letzte Ruhestätte alter Magier, somit vielleicht auch der bisher verblichenen Mittleren ErzMagier, die sich den Besuchern als umtriebige Geister offenbahrt haben. Diesen Geistern ist es jedoch zu verdanken, dass einige wertvolle Artefakte aus einer anderen Sphäre hervorgetrommelt werden konnten, wobei Funktion und Einsatzzweck noch nicht ergründet wurden.
Ins Ende der aktuell beschriebenen Periode fällt auch die Institutionalisierung magischer Lehr- und Forschungstätigkeit durch die erwähnte Gründung einer MagierAkademie. Sie wurde nach der Zerstörung des Zorzi-Err-Turms und damit verbundener Entfähigung des UR-Magus im ersten und übriggebliebenen Geschosse dieses Turms eingerichtet, um magische Ausbildung weitererhin zu ermöglichen. Selbige bildete also angehende ZirkelMagier aus, wie auch alle sechs Glieder des Mittleren Zirkels ZirkelMagier waren. Wobei nicht genug betonet werden kann, dass zwischen den Begriffen ZirkelMagier und MagierZirkel keinsterlei inhaltliche Connexio bestehen kann.
Die Leitung der Akademei oblag seit dem Verscheiden des ErzMagus Valadan Sektor ErzMagus J'Osui, der jedoch ihren
brandvollen Untergang im Jahre 25 GT durch die anbrandenden Horden der AnderWeltler auch nicht verhindern konnte.
Die ManenMagie entwickelte sich parallelerweise etwas gemächlicher, wie auch erst später durch den Gründer mit ihrer Etablierung begonnen wurde. Detaillierteres ihrer Geschichte soll in einer anderen Schrift dem sehr eindringlich Wissbegierenden vorbehalten sein.
Weitere Magier mögen erwähnt sein, wie der kürzlich wieder erschienene gespaltene ErzMagus Argaïn oder der vernebelte ehemalige HofMagus Aelfmar, deren Geschichten hingegen auf interessante Nebenpfade führen.

Von dem Neuen Zirkel und einem strahlenden Aufschwung

Der geneigte Lesende wage den Sprung in die Zeitgeschichte: Gegen Ende 26 GT erging der obig erwähnte RUF an die Magier im Raume Tikon, der den RA-Magus versuchen liess, diesen RUF als Vorwand zu nehmen, unter seiner Führung einen Zirkel zu initiieren. Zum Scheine liessen sich die wichtigsten Magierenden darauf ein, bildeten aber nach Radulfs vorläufigen Verschwinden den Zirkel in das gegen ihn gerichtete Circulum zu Tikon um.
Der Neue Zirkel bestehet fortan aus Magi und Magæ der beiden bei Uns bekannten Versitäten ZirkelMagie und Manen- oder KugelMagie, die sich in ihrer Metaphysik und Methodik weitgehend, in ihren Wirkungen wenig und in ihren Zielen und Wünschen kaum unterscheiden, so dass ein Zusammengehen dienlich erscheinet.
Nicht gänzlich gekläret erscheinet die Einordnung der FelsenMagie, prominent vertreten durch Sektor Masam Sacrox. Sektor Masam J'Osui betonet gerne, dass sich alle Magierichtungen in letztem Ende auf eine der beiden Versitäten zurückführen liessen. So schlug er vor, die FelsenMagie als eine besondere Forma der ZirkelMagie mit elementmagischem Einschlag zu betrachten. Einen Gedanken wollen wir darauf verwenden, dass Masam Sacrox' Bericht zufolge auch die FelsenMagie von einem BI-Magus initiiert wurde. So denn hier nicht ein weiterer ins Spiel kommen möge, könnte es sich auch um das Wirken eines der beiden VersitätenBegründer UR oder OM handeln, in den felsigen Bergen einen weiteren Keim der Magie ausstreuend.
Die weiteren bisherlichen Geschehnisse um den Neuen Zirkel sollen hier aufgrund ihrer bekanntheitsschwangeren Kurzvergangenheit nicht aufgeführt werden, doch darf betont sein, dass damit eine dritte Phase der Magie in Tikon eingeleitet wurde, die sich im Moment erst im Aufblühen befindet, jedoch mit der bevorstehenden Eröffnung der erneuerten MagierAkademie und den aktuell stattfindenden Forschungen einen ihrer Höhepunkte finden und weiterlich zu gänzlich ungeahnten Höhen sich noch aufschwingen kann.


Geschrieben von ahab; zum letzten mal bearbeitet von ahab am 30 Nov 2002